JUNGES LEBEN IN COBURG

Realisierungswettbewerb mit Ideenteil nach RPW 2013

Der Wettbewerb wurde von der Stadt Coburg,
vertreten durch die Wohnbau Stadt Coburg GmbH als Sanierungsträger der Stadt Coburg, ausgelobt.
Am Dienstag, den 20. April 2021 tagte das Preisgericht.

Die Wettbewerbsbetreuung erfolgte durch das Büro Schirmer | Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg / München.

Fernsehbeitrag zum Wettbewerb

Interview mit dem 1. Preis ausgezeichneten Büro

Ziele des Wettbewerbs

Das Projekt „Junges Leben“ versteht sich als forschendes Bauprojekt, bei dem neue, auch überraschende Wohnszenarien für die anvisierte Nutzergruppe aus Young Professionals, Azubis und Studierenden in der Altersgruppe 18-28 entwickelt werden sollen. Konventionen im Wohnungsbau sind dabei kritisch zu hinterfragen. Die aus einem ggf. neu zu interpretierenden Bestandbau und Neubauanteilen bestehenden Wohn- und Stadthäuser stiften Identität und stellen sich als selbstbewusste und zeitgenössische Architektur mit unverwechselbarem Ausdruck dar, die aber nicht vergisst, in welchem urbanen Umfeld sie steht. Gewünscht ist ein eher unprätentiöses, der Nutzergruppe entsprechendes Erscheinungsbild. Das Zusammenspiel zwischen dem ggf. neu zu interpretierende Bestand Heiligkreuzstraße 26 und den Neubauteilen soll als neuer Stadtbaustein zu erkennen sein, ohne die Umgebung allzu stark zu kontrastieren oder gar zu übertrumpfen.

Zudem soll untersucht werden, inwieweit der starke bauliche Kontrast zwischen dem Bestandsbau Heiligkreuzstraße 26 und der Pump-/Trafostation Wiesenstraße 2 durch bauliche Interventionen gemildert oder verändert werden kann. Dabei sollte auf den gewissen historischen Eigenwert des gründerzeitlichen Industriebaus in baukörperlicher Ausbildung und überlieferter Fassadenstruktur eingegangen werden. Auch ist zu überlegen, ob die bauzeitlich aus Rundbogenfenstern und dazwischen befindlichen Pfeilervorlagen bestehende Fassadenstruktur wiederhergestellt werden soll. 

Im rückwärtigen Bereich des Areals soll ein grundlegendes städtebauliches Entwicklungsszenario für dieses Areal entwickelt werden. Insgesamt sind die gegebenen städtebaulichen Hierarchien und Eigenarten der umgebenden Quartiere unbedingt zu wahren. Das Bauprojekt soll sich in das mehrschichtige, teilweise widersprüchliche Stadtgewebe einfügen, zugleich aber auch aktuelle Nutzungsanforderungen und Wohnvorstellungen angemessen nach außen darstellen. 

Das Verhältnis der Neubauanteile zur komplexen urbanen Umgebung und den dort vorhandenen baulich-räumlichen Strukturen und Architekturen ist zu überdenken und in eine präzise baulich-räumliche Setzung zu überführen. Ein auch in die Umgebung ausstrahlender, impulsgebender Ort soll entstehen, der eine Aneignung nicht nur für die Bewohnenden sondern auch für die Quartiersnachbarschaft ermöglicht. Daher ist über den Entwurf aufzuzeigen, ob durch die baulich-räumliche Neuordnung des Wettbewerbsgeländes neue Vorstellungen von Stadt und Quartier generiert werden können. 

Dies hat insbesondere Konsequenzen für die Ausbildung von Erdgeschossen und Erschließung als Schnittstellen zwischen Haus und Stadt. Auch sind die entstehenden privaten und (halb)öffentlichen Außenräume qualitätsvoll zu dimensionieren und zu programmieren, um individuelle und kollektive Aneignungsprozesse zu ermöglichen.

1. Preis

CKRS Architektengesellschaft, Berlin

2. Preis

:mlzd, Berlin

3. Preis

Babler + Lodde Architekten, Herzogenaurach mit NABE architecture, Berlin

Anerkennung

Aretz Dürr Architektur BDA, Köln

Anerkennung

FAM Architekten, München
mit Studio Corso, München

2. Rundgang

ABE Architekturbüro Eichhorn, Coburg

2. Rundgang

ARCHI VIVA Architekten, Coburg

2. Rundgang

Haus mit Zukunft Architekten, Coburg

2. Rundgang

JORDAN BALZER SCHUBERT Architekten,
Dresden

2. Rundgang

Modersohn & Freiesleben Architekten, Berlin

2. Rundgang

mOve architecture laboratory, Madrid

2. Rundgang

mt2 ARCHITEKTEN | STADTPLANER, Nürnberg

2. Rundgang

SRAP - Sedlak Rissland Architekten, Nürnberg

2. Rundgang

SUMMACUMFEMMER ARCHITEKTEN, Leipzig

1. Rundgang

Pool Leber Architekten und Stadtplaner, München

1. Rundgang

Architekturwerkstatt Gollub, Coburg